Datenschutz
Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV)
Kurz erklärt
Ein AVV ist der nach Art. 28 DSGVO vorgeschriebene Vertrag zwischen Verantwortlichem und Dienstleister, der die Verarbeitung personenbezogener Daten im Auftrag regelt.
Sobald ein Dienstleister personenbezogene Daten in Ihrem Auftrag verarbeitet, etwa ein Cloud- oder IT-Anbieter, ist ein AVV Pflicht. Er regelt Weisungsbindung, Schutzmaßnahmen, Subunternehmer, Löschung und Kontrollrechte.
Der AVV ist ein wichtiger Baustein der Lieferantensteuerung und überschneidet sich mit den NIS2-Anforderungen an die Sicherheit in Lieferantenvereinbarungen.
Verwandte Begriffe
DSGVODie DSGVO ist die EU-Verordnung zum Schutz personenbezogener Daten, die Grundsätze, Rechtsgrundlagen und Pflichten für die Verarbeitung festlegt und bei Verstößen hohe Bußgelder vorsieht.Verzeichnis von Verarbeitungstätigkeiten (VVT)Das VVT ist das nach Art. 30 DSGVO verpflichtende Verzeichnis, das alle Verarbeitungen personenbezogener Daten mit Zweck, Rechtsgrundlage, Kategorien und Schutzmaßnahmen dokumentiert.Personenbezogene DatenPersonenbezogene Daten sind alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen, etwa Name, Adresse, E-Mail, IP-Adresse oder Standortdaten.Lieferkettensicherheit (Supply Chain Security)Lieferkettensicherheit umfasst alle Maßnahmen, mit denen eine Organisation die Sicherheitsrisiken aus Lieferanten, Dienstleistern und Vorprodukten steuert, von der Auswahl über vertragliche Vorgaben bis zur laufenden Überwachung.
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