Recht & Normen
ISO 27001
Kurz erklärt
ISO/IEC 27001 ist der international führende Standard für Informationssicherheits-Managementsysteme (ISMS) und definiert die Anforderungen, nach denen sich Organisationen zertifizieren lassen können.
ISO 27001 beschreibt, wie ein ISMS aufgebaut, betrieben und kontinuierlich verbessert wird. Der Hauptteil (Clauses 4-10) enthält die verpflichtenden Managementanforderungen, Annex A die 93 möglichen Controls.
Eine Zertifizierung durch eine akkreditierte Stelle weist gegenüber Kunden und Partnern ein angemessenes Sicherheitsniveau nach und erfüllt zugleich weitgehend die Anforderungen von NIS2.
Verwandte Begriffe
ISMSEin ISMS ist ein systematischer Rahmen aus Richtlinien, Prozessen und Maßnahmen, mit dem eine Organisation ihre Informationssicherheit steuert, überwacht und kontinuierlich verbessert.Annex AAnnex A der ISO 27001:2022 ist der Katalog von 93 Sicherheitscontrols in vier Themengruppen (organisatorisch, personell, physisch, technologisch), aus denen sich Organisationen risikobasiert bedienen.SoA (Anwendbarkeitserklärung)Die Anwendbarkeitserklärung (SoA) dokumentiert für jedes Annex-A-Control der ISO 27001, ob es anwendbar ist, wie es umgesetzt wird und warum nicht anwendbare Controls ausgeschlossen wurden.ISO 27002ISO/IEC 27002 ist der Leitfaden, der die Controls aus Annex A der ISO 27001 ausführlich erläutert und konkrete Umsetzungshinweise gibt. Anders als die ISO 27001 ist sie selbst nicht zertifizierbar.Grundschutz++Grundschutz++ (GS++) ist die Neuentwicklung des Grundschutzes durch das BSI: eine entlang des PDCA-Zyklus aufgebaute Methodik für ein ISMS, beschrieben im BSI-Standard 300-1, die den bisherigen IT-Grundschutz ablösen soll.
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