A.5 Organisatorische Maßnahmen
Identitätsmanagement
Der gesamte Lebenszyklus von Identitäten muss verwaltet werden, von der Erstellung über die Nutzung bis zur Deaktivierung.
Was fordert dieses Control?
Der gesamte Lebenszyklus von Identitäten muss verwaltet werden, von der Erstellung über die Nutzung bis zur Deaktivierung.
Warum ist das wichtig?
Eindeutige, kontrollierte Identitäten sind Voraussetzung für jede Zugriffskontrolle und Nachvollziehbarkeit. Verwaiste oder geteilte Identitäten untergraben die Sicherheit.
Cross-Standard-Mapping
| Standard | Control-ID | Relevanz |
|---|---|---|
| TISAX | 4.1.1 | Direkt |
| BSI | ORP.4.A1 | Direkt |
Was der Auditor erwartet
- 1Eindeutige Identitäten je Person
- 2Lebenszyklusprozess von Anlage bis Deaktivierung
- 3Kontrolle über technische und geteilte Konten
Audit-Checkliste
Dokumente
Identitätsmanagement-Prozess
Anlage, Änderung und Deaktivierung von Identitäten
Nachweise
Account-Lebenszyklus
Beispiele für Anlage und zeitnahe Deaktivierung
Technisch
Verzeichnisdienst
Eindeutige Konten, kontrollierte Service-/Shared-Accounts
Praxis-Tipps zur Umsetzung
Eindeutigkeit erzwingen
Jede Person eigene Identität, keine geteilten Logins.
Service-Konten kontrollieren
Technische Konten dokumentieren und Verantwortliche zuweisen.
An Joiner-Mover-Leaver koppeln
Identitäten automatisch mit HR-Prozessen synchronisieren.
Häufige Fehler
Geteilte Konten
Mehrere Personen nutzen dasselbe Login, Nachvollziehbarkeit geht verloren.
Verwaiste Identitäten
Konten ausgeschiedener Personen bleiben aktiv.
Häufig gestellte Fragen
Sind geteilte Konten erlaubt?
Möglichst vermeiden. Wo unvermeidbar, müssen sie dokumentiert, begründet und besonders überwacht werden.
Wie verwaltet man Service-Accounts?
Mit eindeutigem Verantwortlichen, dokumentiertem Zweck und regelmäßiger Überprüfung.
Was ist der Unterschied zu A.5.17?
A.5.16 betrifft die Identität selbst, A.5.17 die zugehörigen Authentisierungsinformationen wie Passwörter.
So hilft CompliantDesk bei A.5.16
Über die M365-Integration werden Identitäten beim Onboarding und Offboarding automatisch angelegt und deaktiviert, lückenlos dokumentiert.
