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ISO 27001:2022 · A.5.16 · A.5 Organisatorische Maßnahmen

Identitätsmanagement

Der gesamte Lebenszyklus von Identitäten muss verwaltet werden, von der Erstellung über die Nutzung bis zur Deaktivierung.

ISO 27001TISAXBSINIS2

Was fordert dieses Control?

Der gesamte Lebenszyklus von Identitäten muss verwaltet werden, von der Erstellung über die Nutzung bis zur Deaktivierung.

Warum ist das wichtig?

Eindeutige, kontrollierte Identitäten sind Voraussetzung für jede Zugriffskontrolle und Nachvollziehbarkeit. Verwaiste oder geteilte Identitäten untergraben die Sicherheit.

Bezug zu anderen Normen

NormStelleThemaBezug
TISAX4.1.1IdentitätsmanagementDirekt
BSIORP.4.A1Einrichtung von BenutzernDirekt
NIS2§ 30 Abs. 2 Nr. 9 BSIGZugriffskontrolle & AssetsDirekt
NIS2§ 30 Abs. 2 Nr. 10 BSIGMFA & gesicherte KommunikationIndirekt

Was der Auditor erwartet

  • Eindeutige Identitäten je Person
  • Lebenszyklusprozess von Anlage bis Deaktivierung
  • Kontrolle über technische und geteilte Konten

Audit-Checkliste

Dokumente

Identitätsmanagement-ProzessAnlage, Änderung und Deaktivierung von Identitäten

Nachweise

Account-LebenszyklusBeispiele für Anlage und zeitnahe Deaktivierung
HR-Abgleich der KontenVerzeichnis-Export gegen die HR-Personalliste abgeglichen
Review verwaister und privilegierter KontenDokumentierte Überprüfung inaktiver, technischer und hochprivilegierter Konten

Technisch

VerzeichnisdienstEindeutige Konten, kontrollierte Service-/Shared-Accounts

Praxis-Tipps zur Umsetzung

Eindeutigkeit erzwingenJede Person eigene Identität, keine geteilten Logins.
Service-Konten kontrollierenTechnische Konten dokumentieren und Verantwortliche zuweisen.
An Joiner-Mover-Leaver koppelnIdentitäten automatisch mit HR-Prozessen synchronisieren.

Häufige Fehler

Geteilte KontenMehrere Personen nutzen dasselbe Login, Nachvollziehbarkeit geht verloren.
Verwaiste IdentitätenKonten ausgeschiedener Personen bleiben aktiv.

Häufig gestellte Fragen

Sind geteilte Konten erlaubt?
Möglichst vermeiden. Wo unvermeidbar, müssen sie dokumentiert, begründet und besonders überwacht werden.
Wie verwaltet man Service-Accounts?
Mit eindeutigem Verantwortlichen, dokumentiertem Zweck und regelmäßiger Überprüfung.
Was ist der Unterschied zu A.5.17?
A.5.16 betrifft die Identität selbst, A.5.17 die zugehörigen Authentisierungsinformationen wie Passwörter.
So hilft CompliantDesk bei A.5.16

Über die M365-Integration werden Identitäten beim Onboarding und Offboarding automatisch angelegt und deaktiviert, lückenlos dokumentiert.

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